Dürfen Hunde Mandeln essen? Erfahre, was du beachten musst. - paawy

Dürfen Hunde Mandeln essen? Erfahre, was du beachten musst.

Dürfen Hunde Mandeln essen? Erfahre, was du beachten musst.
Dürfen Hunde Mandeln essen

Dürfen Hunde Mandeln essen?

„Dürfen Hunde Mandeln fressen“ ist eine Frage, die viele Hundebesitzer beschäftigt, schließlich sind Mandeln häufig zum Backen oder Kochen in unserer Küche vorhanden. Mandeln sind für uns Menschen eine gesunde Knabberei und es ist verständlich, dass du sie gerne auch deinem Hund gönnen würdest. Doch bevor du deinem Hund eine Mandel zuwirfst, solltest du dich darüber informieren, ob das auch tatsächlich eine gute Idee ist. In diesem Artikel erfährst du alles, was du zum Thema "Dürfen Hunde Mandel essen" wissen solltest.

Sind Mandeln gut für deinen Hund?

Mandeln sind zwar reich an Vitamin E, welches das Risiko von Herzerkrankungen senken kann, sie sind auch reich an Antioxidantien, die vor schädlichen freien Radikalen schützen und vor allem an Magnesium, das den Blutdruck senkt. Dennoch müssen wir leider sagen, dass die Gefahren, die Mandeln für deinen Hund darstellen, die gesundheitlichen Vorteile bei weitem überwiegen. Mandeln sind zwar nicht direkt giftig für deinen Hund, wenn sie richtig verarbeitet werden, dennoch kann der Organismus deines Hundes die in den Nüssen enthaltenen Proteine nicht richtig verdauen.

Hier nennen wir dir einige der Gefahren im Zusammenhang mit Hunden und Mandeln:

Verdauungsstörungen

Obwohl ein paar Mandeln bei größeren Hunden wie Labradoren wahrscheinlich keine nennenswerten Verdauungsprobleme verursachen, kann es bei Zwerghunden und Welpen zu schweren Darmverstopfungen kommen. Wenn dein Hund Mandeln frisst, findest du mit großer Wahrscheinlichkeit Stücke davon in seinem Stuhl, möglicherweise sogar zusammen mit etwas Blut.

Gefahr des Verschluckens

Da Hunde ihr Futter nur selten kauen, besteht bei Mandeln die Gefahr des Verschluckens. Der Verzehr ganzer Mandeln kann zu lebensbedrohlichen Verstopfungen der Speiseröhre und der Luftröhre führen, besonders bei Zwerghunden und kleinen Welpen.

Allergien

Wenn dein Hund allergisch gegen Nüsse ist, kann schon eine einzige Mandel seine Gesundheit beeinträchtigen. Achte auf mögliche Symptome einer allergischen Reaktion, wie Husten, Niesen, Atembeschwerden und Nesselsucht. Wenn du eines dieser Anzeichen bemerkst, wende dich sofort an deinen Tierarzt.

Flüssigkeitsretention

Vierbeiner lieben den Geschmack von Mandeln, besonders die aromatisierten Sorten - Zimt, geräuchert, gegrillt usw. Das Problem ist, dass verpackte Nüsse einen hohen Salzgehalt haben, der deinen Hund nach dem Verzehr durstig werden lässt und die Flüssigkeitsretention erhöhen kann. Flüssigkeitsansammlungen sind besonders gefährlich für Vierbeiner mit Herzproblemen und schaden den Nieren. Der Verzehr von zu vielen verpackten Mandeln kann auch zu einer Salzvergiftung führen. Außerdem enthalten aromatisierte Mandeln künstliche Aromen und andere Zusatzstoffe, die der Gesundheit deines Hundes schaden.

Nieren- und Blasensteine

Mandeln sind reich an Phosphor, was das Risiko von Nieren- und Blasensteinen erhöhen kann. Wenn so eine Verstopfung nicht entfernt wird, kann die Blase platzen, was tödlich sein kann, wenn du deinen Hund nicht sofort behandeln läßt. Dackel, Möpse, Bulldoggen und Beagles sind genetisch bedingt ganz besonders anfällig für Blasensteine.

Bauchspeicheldrüsenentzündung

Mandeln enthalten viel Fett, das am meisten zur Entstehung einer Bauchspeicheldrüsenentzündung beiträgt. Diese Erkrankung ist in der Regel durch Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Lethargie, Dehydrierung, Atemnot, Fieber, Herzrhythmusstörungen, Schwäche, Gewichtsverlust, Durchfall und Erbrechen gekennzeichnet. Unbehandelt kann die Bauchspeicheldrüsenentzündung tödlich sein.

Aflatoxin-Vergiftung

Aflatoxine sind giftige Substanzen in Getreide und Nüssen, wie Erdnüssen, Mandeln, Pistazien und Paranüssen. Sie werden von dem weit verbreiteten Schimmelpilz Aspergillus produziert, der den Verderb von Lebensmitteln verursacht. Obwohl Aflatoxine für Menschen nur schwach giftig sind, reagieren unsere Hunde sehr empfindlich auf sie. Zu den Anzeichen einer Aflatoxinvergiftung gehören Lethargie, Erbrechen, Appetitlosigkeit, Gelbsucht und Leberversagen.

Sind alle Nüsse schlecht für Hunde?

Alle Nüsse sind für Hunde gefährlich, wenn sie in großen Mengen verzehrt werden. Die Nüsse auf dieser Liste können jedoch besonders giftig für deine Fellnase sein und gesundheitliche Probleme verursachen, selbst wenn sie als Leckerli gefüttert werden.

Macadamia-Nüsse

Ob geröstet oder roh, Macadamianüsse sind für Hunde giftig. Haustiere, die Macadamianüsse zu sich genommen haben, können Erbrechen, Durchfall, Fieber, Schüttelfrost und Schwäche in den Beinen bekommen. Schon eine einzige Macadamianuss kann die Gesundheit deines Vierbeiners ernsthaft schädigen. Wende dich sofort an deinen Tierarzt, wenn du den Verdacht hast, dass dein Hund diese Nüsse gefressen hat und du eines der genannten Symptome bemerkst.

Pekannüsse

Für uns Menschen gibt es nichts Besseres als ein Stück Pekannusskuchen an einem kalten, verschneiten Tag, aber dein vierbeiniger Begleiter sollte sich von diesen Nüssen fernhalten. Neben Aflatoxin enthalten Pekannüsse auch Juglon, ein Gift, das Hunden und selbst Pferden schaden kann.

Pistazien

Wie Mandeln dürfen Hunde auch keine Pistazien essen, weil sie Aflatoxin enthalten, das die Leber deines Tieres schädigt. Außerdem besteht Erstickungsgefahr und sie können den Darm verstopfen, besonders wenn sie nicht geschält sind.

Walnüsse

Hunde dürfen Walnüsse überhaupt nicht essen. Schwarze Walnüsse, englische Walnüsse und japanische Walnüsse solltest du auf keinen Fall an deinen Hund verfüttern. Sie können Pilze enthalten, die so genannten Tremorgen-Mykotoxine. Wenn dein Hund damit in Berührung kommt, kann er Symptome wie Erbrechen, Zittern und Krampfanfälle bekommen. Wende dich sofort an deinen Tierarzt, denn unbehandelt kann der Zustand deines Tieres tödlich sein.

Cashews

Gesunde Hunde können Cashewnüsse essen, wenn sie ungesalzen sind und in kleinen Mengen serviert werden. Rohe Cashewkerne in ihrer Schale enthalten jedoch Urushiol. Dieser Giftstoff verursacht eine allergische Hautreaktion, die der von Gifteiche und Giftefeu ähnelt. Auch wenn diese Nüsse technisch gesehen für deinen vierbeinigen Begleiter unbedenklich sind, enthalten sie große Mengen an Kalium. Sie können bei Vierbeinern, die zu Harnproblemen neigen, gesundheitliche Probleme verursachen.

Haselnüsse

Theoretisch kann dein Vierbeiner Haselnüsse essen. Solange er sich an ein paar ungesalzene und unbeschichtete Haselnüsse hält, sollte er keine gesundheitlichen Probleme haben. Es besteht jedoch die Gefahr des Verschluckens und des Darmverschlusses. Kleinere Hunde können diese Nüsse leicht verschlucken. Größere Hunde hingegen neigen dazu, sie ohne zu kauen zu verschlucken, so dass sie im Darm des Hundes stecken bleiben und erhebliche Probleme verursachen können.

Gibt es sichere Alternativen zu Mandeln für Hunde?

Dürfen Hunde Mandeln essen

Ja, es gibt einige Nüsse, die Hunde unbedenklich essen können und die denselben Nährwert haben wie Mandeln.

Erdnüsse

Zwar sollten überzogene, gesalzene, karamellisierte oder kandierte Erdnüsse vermieden werden, dein Hund sollte auch keine Erdnüsse mit Schale fressen, aber Vorsicht: Erdnüsse enthalten ziemlich viel Fett, also solltest du sie nur in Maßen füttern.

Erdnussbutter

Erdnussbutter ist für deinen Hund unbedenklich, solange sie kein Xylit, künstliche Konservierungsstoffe, Zucker oder Natrium enthält. Bevor du deinem Welpen diese leckere Nuss-Speise fütterst, solltest du das Etikett auf potenziell schädliche Inhaltsstoffe überprüfen. Achte auch auf die Menge, die du gibst - ein oder zwei Löffel pro Tag sind in Ordnung. Zu viel Erdnussbutter kann jedoch zu Fettleibigkeit oder Magen-Darm-Beschwerden führen.

Geröstete Kastanien

Geröstete Kastanien schaden deinem pelzigen Begleiter nicht, aber sie müssen in kleinen Mengen gefüttert werden. Wie Erdnüsse enthalten auch Kastanien viel Fett. Auch hier gilt: wenn dein Hund zu viel davon frisst, kann das zu Magenverstimmungen führen.

Vergiss nicht die 90-10-Regel, wenn es darum geht, wie viele Leckerlis du deinem Welpen gibst. Leckerlis sollten nicht mehr als 10 % der täglichen Nahrung ausmachen, der Rest sollte normales Hundefutter sein. Dann kannst du selbst mit Leckerlis wie diesen erlaubten Nüssen auf der sicheren Seite sein.

Dürfen Hunde Mandelmilch trinken?

Dürfen Hunde Mandeln essen

Hunde können grundsätzlich Mandelmilch trinken, da sie laktosefrei und glutenfrei ist. Allerdings solltest du dabei einige Dinge beachten: Mandeln enthalten Oxalsäure, die in größeren Mengen die Nieren schädigen kann, sie ist im Vergleich zu Kuhmilch deutlich weniger nahrhaft für Hunde und sollte daher nicht als Ersatz für eine ausgewogene Hundeernährung dienen. Es ist ratsam, Mandelmilch nur in Maßen und gelegentlich zu füttern. Achte darauf, ungesüßte und ungewürzte Mandelmilch zu wählen, da Zucker und Gewürze schlecht für die Gesundheit deines Hundes sein können. Im Zweifel solltest du immer einen Tierarzt konsultieren, bevor du deinem Hund etwas Neues zu fressen gibt.

Dürfen Hunde gebrannte Mandeln essen?

Generell sollten Hunde keine gebrannten Mandeln essen, da diese oft mit Zucker und anderen Zutaten zubereitet werden, die für Hunde schädlich sein können. Es ist am besten, deinem Hund ungesüßte Mandeln in kleinen Mengen als Leckerbissen zu geben und ihn dabei sorgfältig zu beobachten, um sicherzustellen, dass er keine unerwünschten Reaktionen zeigt.

Sind Mandeln giftig für Hunde?

Mandeln sind nicht giftig für Hunde, aber sie können für einige Hunde schwer verdaulich sein und zu Magen-Darm-Problemen wie Durchfall oder Erbrechen führen. Darüber hinaus können Mandeln, insbesondere wenn sie in großen Mengen verzehrt werden, zu einer Blockade im Verdauungstrakt führen. Es ist also am besten, Mandeln in kleinen Mengen oder gar nicht zu füttern und stattdessen auf sicherere Snacks für Hunde zurückzugreifen. Wenn dein Hund Mandeln gefressen hat und Symptome wie Erbrechen, Durchfall oder Bauchschmerzen zeigt, solltest du einen Tierarzt aufsuchen.

Was ist zu tun, wenn dein Hund Mandeln isst?

Haustiere unterschiedlicher Größe können auf die gleiche Menge Nüsse ganz unterschiedlich reagieren, wenn dein Hund ein paar Mandeln verschluckt und keine Erstickungsanfälle oder Verstopfungen zeigt, besteht kein Grund zur Sorge.

Wenn du allerdings glaubst, dass dein Hund gerade die 3 Kilo schwere Tüte Mandeln gefressen hat, die du neben dem Sofa liegen gelassen hast, ist die wirksamste Behandlung, Erbrechen herbeizuführen, wenn das Verschlucken innerhalb der letzten 30 Minuten passiert ist. Dies kann mit Wasserstoffperoxid unter Anleitung eines Tierarztes oder mit Hilfe des Giftnotrufs geschehen. Wenn du dir nicht sicher bist, wann die Nüsse verzehrt wurden oder du kein Erbrechen herbeiführen kannst, bleibt dir nur die Möglichkeit, dein Tier auf Krankheitsanzeichen zu beobachten. Wenn dein Haustier krank wird, rufe den Tierarzt an und vereinbare sofort einen Termin. 

Deinem Hund geht es wahrscheinlich gut und er kann zu Hause beobachtet werden, wenn keine Anzeichen von Verschlucken, Würgen, Blähungen, Erbrechen oder Unwohlsein nach dem Fressen von Mandeln auftauchen und du glaubst, dass dein Hund nur ein paar Mandeln verschluckt hat. 

Mandeln sind für Hunde nicht so nahrhaft wie für uns, und sie können sogar schädlich sein, es gibt viel bessere und gesündere Leckereien. Daher Hand aufs Herz: auch wenn dein Hund noch sehr bettelt und verrückt danach ist, weiche lieber auf einen unbedenklichen Snack aus.

Fazit:

Insgesamt kann man sagen, dass Hunde Mandeln fressen dürfen, solange sie in Maßen und richtig zubereitet angeboten werden. Rohe Mandeln solltest du ganz vermeiden, da sie schwer verdaulich sind und sogar Blausäure enthalten können. Gebrannte und gesalzene Mandeln solltest du ebenfalls nicht an deinen Hund verfüttern, da diese zu gesundheitlichen Problemen führen können. Mandelmilch ist in der Regel unbedenklich, solange sie ungesüßt und nicht mit Zusatzstoffen angereichert ist. Es ist jedoch immer ratsam, neue Nahrungsmittel in kleinen Mengen einzuführen und bei ungewöhnlichem Verhalten oder Symptomen den Tierarzt aufzusuchen.